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Ansprechpartner

Ulf Kartzmareck

Leiter Gesamt-IT der GLG-Kliniken Eberswalde

Telefon: +49 (0) 33 34 69-18 74
E-Mail: ulf.kartzmareck[at]glg-mbh.de

Tele-Videokonferenz

Sehen und gesehen werden – im Sinne der optimalen Patientenversorgung

Insgesamt beteiligen sich im POMERANIA- Netzwerk acht Kliniken an den Videokonferenzen zu unterschiedlichen Fragestellungen. Dazu wurden 52 Videokonferenzsysteme an 14 Klinikstandorten installiert. Sie verteilen sich auf 16 große und zwölf kleine Besprechungsräume, 23 Stationen und Arztzimmer sowie einen mobilen Videowagen. Für Bereitschaftsdienste verfügen die Ärzte über 75 Videolizenzen für Notebooks. Zur Anbindung externer Teilnehmer stehen drei VCS-Systeme zur Verfügung.

Eine wesentliche Voraussetzung für die Durchführung telemedizinischer Konferenzen ist eine hohe Qualität bei der Bildübertragung; das Bild darf nicht wackeln und Details sollen gut zu erkennen sein. Dazu müssen im Vorfeld die Erwartungshaltung der einzelnen Teilnehmer und die Inhalte der Konferenzen diskutiert werden. Auf dieser Basis gilt es, eine entsprechende Bandbreitenkalkulation für die Datenleitungen zu erstellen. In der Umsetzung sollte jede Klinik für die Videokonferenzen einen separaten Internetzugang schalten. Im POMERANIA-Netzwerk stehen so stets synchron 2-Megabit-Verbindungen zur Verfügung. Hält man das nicht vor, kann es bei einem parallelen Download aus dem Netz unter Umständen zu Artefakten in den Bildern oder einem schlechten Ton kommen.

Es ist ebenfalls wichtig, feste Räume für die Videokonferenzen zu definieren. So ist sichergestellt, dass sie schallgeschützt sind und die Technik wie Kamera und Mikrofon ordnungsgemäß eingerichtet werden kann.

In naher Zukunft soll es möglich sein, an Videokonferenzen über mobile Endgeräte wie Smartphone, Notebook oder iPad teilzunehmen.

Wurden die Termine für interdisziplinäre Fallkonferenzen lange Zeit per Telefon koordiniert, geschieht dies heute mittels einer Terminverwaltung in Outlook. Jeder Arzt mit entsprechendem Bedarf kann sich problemlos einbuchen und die Kollegen, die er dabeihaben möchte, einladen. Die werden dann automatisch zugeschaltet. Die Raumnummer für die Konferenz wird zentral vergeben, ebenso ein PIN-Code, der immer individuell neu generiert wird. Dieser ist für alle Teilnehmer die Zugangsberechtigung zur Tele-Videokonferenz. In naher Zukunft soll es möglich sein, an Videokonferenzen über mobile Endgeräte wie Smartphone, Notebook oder iPad teilzunehmen. Auf den Geräten ist eine spezielle Software installiert, die die Übertragung und Darstellung der Daten gewährleistet. Die Verbindung wird über eine integrierte UMTS-Karte oder einen schnellen Internetzugang sichergestellt. Diese Möglichkeit der Videokonferenz kann überall dort zum Einsatz kommen, wo sehr schnell die fundierte Einschätzung eines Experten nötig ist, beispielsweise in der Schlaganfalldiagnostik. So kann sich der Bereitschaftsarzt der Stroke Unit, egal wo er sich gerade befindet, Röntgenbilder und sogar den Patienten selbst anschauen und eine erste Einschätzung zum weiteren Behandlungsverlauf abgeben.