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Willkommen · Witamy · Välkommen · Welcome

Vorpommern und die Region Nordbrandenburg liegen im äußersten Nordosten der Bundesrepublik Deutschland und grenzen an Polen. Die Bevölkerungsdichte in diesem Flächenstaat liegt mit 70 Einwohnern pro Quadratkilometer am unteren Rand des Möglichen (zum Vergleich: das dünnbesiedelte Oberfranken in den alten Bundesländern hat 152 Einwohner pro Quadratkilometer). Der demografische Wandel hat sich hier durch Wegzug junger Menschen, nach 1989 in der stark gefallenen Geburtenrate und fehlender Zuwanderung besonders bemerkbar gemacht.

Die medizinische Versorgung muss daher ganz neue Wege beschreiten. Während eine Basisversorgung (allgemeinmedizinische Dienste) insbesondere in den Städten der Region durchaus gegeben ist, finden hochspezialisierte Disziplinen mit geringer Arztanzahl (Radiologen, Pathologen) sowie Fächer, die hohe Investitionen in Geräte erfordern (Radiologie) kein genügend großes Einzugsgebiet, um Dienste außerhalb einer Kernzeit anbieten zu können. Kleine Krankenhäuser können z.B. radiologische Untersuchungen während der Woche im Tagdienst durchaus aufrecht erhalten. Für Untersuchungen am Wochenende oder in der Nacht gibt es dort jedoch nicht genug Patientenzahlen, um diese zu finanzieren. Ähnliches gilt für Disziplinen wie die Augenheilkunde, die Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde und andere.

Telemedizin-Blog

Elvi - Arztvisite in Pflegeheimen

editor - 03. Juli 2017 - Telemedizin

http://www.ruhrnachrichten.de/nachrichten/vermischtes/aktuelles_berichte/Testversuch-in-Ostwestfalen-Telemedizin-soll-in-NRW-ausgebaut-werden;art29854,3305617.html

Arztbesuche in Pflegeheimen sind zeit- und kostenintensiv. Während einzelne Ärztekammern interessanterweise schon früh Bereitschaft zeigten, trotz Fernbehandlungsverbot, telemedizinische Visiten zu genehmigen, hielten sich beteiligte Ärzte eher bedeckt. Nicht möglich, viele Besuche sind durch nächtliche Notfälle bedingt und telemedizinisch nicht abzudecken. Ein Modellversuch konnte nun zeigen, dass zumindest Routinevisiten tagsüber durchaus per Videokonferenz durchgeführt werden können. Technisch wäre eine für Ärzte und Patienten attraktive Umgebung kein Problem. Die Industrie würde eine Wand des Visitenzimmers im Pflegeheim komplett mit einem Bildschirm verkleiden und den Arzt an seinem Schreibtisch dort auf projizieren: virtual reality! Im Visitenzimmer stellt die Schwester den „verlängerten Arm“ des Arztes dar. In der Radiologie funktioniert ein vergleichbares Verfahren auf technisch niedrigerem Niveau (Telefon) seit vielen Jahren. Der teleradiologisch tätige Arzt hat in dem versorgten Krankenhaus einen klinischen Kollegen, der den Kontakt mit dem Patienten übernimmt und als Mittler dient.

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